Gesetzesentwurf zur Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes ist mit europäischem Recht nicht vereinbar!

Bitte schreiben Sie Ihrer gewählten Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 202 Bad Kreuznach Frau Antje Lezius unter "antje.lezius.ma02 [at] bundestag.de" und fordern Sie sie auf, der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes nicht zuzustimmen!
Gerne können Sie auch unser Emailformular dazu verwenden!

[HIER STAND DAS WEBFORMULAR]


Bundestagsabgeordnete der 18. Wahlperiode in den Wahlkreisen
Schildern Sie den Mandatsträgern dort Ihr Anliegen!

Wahlkreis Unsere MdB aus Nahe/Westrich
201 Mosel/Rhein-Hunsrück Peter Bleser (CDU)
202 Bad Kreuznach Antje Lezius (CDU)
210 Kaiserslautern (Kusel) Gustav Herzog (SPD)
Xaver Jung (CDU)
Alexander Ulrich (Die Linke)
211 Pirmasens Anita Schäfer (CDU)
Angelika Glöckner (SPD)
298 Sankt Wendel Nadine Schön (CDU)
Christian Petry (SPD)
299 Homburg Alexander Funk (CDU)
www.abgeordnetenwatch.de

HINTERGRUND:

Am 08.02.2017 erreichte uns an der Oberen Nahe ein Hilferuf von der BI Wald in Not. Wir setzten uns in Bewegung und trafen Naturschützer am historischen Weinplatz zwischen Horath und Piesport. (...)

Ungeachtet eines gerichtlich verfügten Rodnungsstopps, hat die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich von Landrat Gregor Eibes (CDU) im Wasserschutzgebiet am Ranzenkopf eiligst große Buchenbestände fällen lassen. Hier soll ein Megawindpark für eine AöR entstehen. Wir sind erschüttert vom Ausmaß dieser brutalen Vorgehensweise!

In den USA, wo von einem Gericht ein per Dekret erlassenes Einreiseverbot gestoppt wurde, weil das Vorliegen einer konkreten Gefährdungslage für die nationale Sicherheit nicht erkennbar war, wird in der Demokratie daher völlig zurecht die Einhaltung des Rechtsstaatsprinzips gefordert. 
Von den Buchen, die in der Blüte ihrer schützenswerten Jugend trotz Rodungsstopp abgesägt wurden, geht ebenso keine Gefahr aus. Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass dort wo brutale Schneisen der Verwüstung geschnitten wurden, kein Wald und damit auch kein zusammenhängender Lebensraum für Wildtiere mehr existiert. Gilt für die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich unsere Rechtsordnung etwa nicht? Steht sie über dem Gesetz? Nein, das tut sie nicht - und trotzdem geht es zu wie im Wilden Westen *peng peng*

"Ihr Völker der Welt... Schaut auf diese NATUR und erkennt,
dass Ihr sie nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!"

(frei nach Ernst Reuter, historische Rede am 9.9.1948 in Berlin)

Besichtigen auch Sie den Tatort, Frau Hendricks!

Der Buchenwald am Ranzenkopf ist überwiegend Staatsforst. Er fällt somit genau Ihr Ressort!


Am 23.01.2017 äußerte sich die Bundesministerin für Naturschutz und Bauen in der Sendung "Hart aber Fair" wie folgt:

Frau Ministerin, wenn Sie für Erholungszwecke stressgeplagte Menschen durch die 5% der Waldfläche in Deutschland treiben, dann opfern Sie auch noch die letzten Rückzugsorte des Natur- und Artenschutzes.

Man sollte meinen, dass Deutschland ein Land mit üppigem Waldbestand ist. Doch weit gefehlt! Wenn die Bundesnaturschutzministerin von "Wald" spricht, meint Frau Hendricks in Wahrheit nur 5% einer "mit Bäumen bestückten Fläche". Die übrigen 95% sind uneingeschränkt für die Forstwirtschaft bestimmt - völlig unabhängig davon ob sie Privat-, Kommunal-, Landes- oder Bundesforst sind.

Die Holzindustrie redet irrtümlich von Wald - meint aber Forst!

Die Windkraftindustrie redet irrtümlich von Wald - meint aber Platz für Profit!

Die Bundesministerin für Klimaschutz, Naturschutz und Bauen Barbara Hendricks (SPD) redet von Wald - will Klimaschutz, Artenvielfalt und Erholung für den Menschen, doch redet sie den wirtschaftlichen Interessen dieser Industriellen nach dem Mund. Obwohl sie von Artenvielfalt redet, wird sie leider zu einer Totengräberin für den Natur- und Artenschutz, denn sie vergisst, dass in Wald und Forst Wildtiere leben. Eine Tötung von Wildtieren, die eine "signifikante Menge" nicht übersteigt, soll einfach hingenommen werden. Was bedeutet "signifikant"?  Wer kann das bestimmen? 

"Zwei Drittel der Deutschen finden Natur
umso besser, je wilder sie ist."

so Barbara Hendricks am 23.05.2015 an der Eröffnungsfeier des Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Noch am 23.01.2017 schrieben Bürger Gegenwind im Westrich um 10:34 Uhr dazu Frank Plasberg in sein Gästebuch folgendes:

„@Frau Dr. Hendricks: Anlässlich der Eröffnungsfeier des Nationalparks Hunsrück-Hochwald am 23.05.2015 haben Sie gesagt, dass "Natur zwei Drittel der Deutschen umso besser gefällt, je wilder sie ist". Für Nationalparks gelten nach internationalem Maßstab besondere Richtlinien zum Schutze der Natur. Rund um die Nationalparkregion, wo es viele naturbelassene Landschaftsbilder gibt, entstehen gerade unzählige Windindustrieanlagen. Natur- und Artenschutz spielt für notleidende Kommunen der ländlichen Räume keine große Rolle mehr. Darüber hinaus befürworten Sie eine Lockerung des "Tötungsverbots von Wildtieren" nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz. Was hat das mit Wildnis zu tun?“

(…) Eine Erörterung unserer Frage ist leider unterblieben. Dagegen ließ Frau Hendricks in ihrer Funktion als „Bundesbauministerin (für Hochbau)“ ganz andere Intentionen erkennen.

Noch während wir am Ranzenkopf den "gelichteten Wald" genießen, beschließt das Bundeskabinett in Berlin die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes.

In den FAQ (= Häufig gestellte Fragen) heißt es auf der Website des Bundesumweltministeriums von Barbara Hendricks (SPD) am 09.02.2017, dass eine Privilegierung der Windkraft hierdurch nicht begründet werde!

Website des Bundesumweltministeriums besuchen / Letzter Abruf am 09.02.2017/11:41 Uhr

(...) Das glauben wir "blind" (ACHTUNG Sarkasmus)! Die Privilegierung der Windkraft ergibt sich bereits aus § 35 Abs. 1 Nr. 5 Baugesetzbuch. Die von der Bundesbauministerin erwirkte Novelle des Naturschutzgesetzes wird den Ausbau der Windkraft daher weiter begünstigen.

Nein, Frau Hendricks, es verhält sich genau andersherum, denn
"Drei Drittel der Natur findet uns Menschen
umso überflüssiger, je windiger wir mit ihr umspringen!"
Während Wildnis jegliche Nutzung (auch zu Erholungszwecken) durch den Menschen ausschließt, wollen Sie diese wenigstens in Nationalparks vermarkten. Und als Garnierung obendrauf, gibt es nur noch dort einen Hauch von Naturschutz als Zuckerguss. Wildnis finden Sie weder in der Großstadt noch im ländlichen Raum in Deutschland, den Sie als Bauministerin als Spielplatz für Windindustrieanlagen entdeckt haben!

Spricht die Hendricks von der Wildnis,
Sie im Kopf hat aber Windnis;
Ob für Tiere, Pflanzen oder Pilz,
Geh' zur Wahl, denn diesmal gilt's!


10.02.2017 - Volksfreund, Christoph Strouvelle in Regionalausgabe Hunsrück: ''Rodungen beunruhigen Naturschützer''

Zu den Einlassungen der Herren Glaz von der EBW-AöR und Busse, Leiter des Forstamtes Dhronecken fällt uns dazu das passende Zitat ein: "Niemand hat die Absicht ein WINDRAD zu errichten!"
(nach Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 mit einem "postalternativen Faktum" = Lüge!)


Demogalerie
Quod erat demonstrandum - Was zu beweisen war!

Was würde wohl auf dem Truppenübungsplatz Baumholder passieren, sollte die Bundeswehr ihre schützende Hand nicht mehr über ihn halten? Auch hier könnten die Baumfäller der Windkraft schneller ans Werk gehen, als manche glauben. Naturschutz adé in Null-Komma-Nix!

tv Donnerstag 09. Februar 2017 - 10:56 Uhr | | Artikel

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