Nationalparkregion will Energiegewinnregion werden

VG Baumholder ist jetzt Nationalparkregion

(...)

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Siehe dazu:

"Das Nationalparkkonzept funktioniert, weil Naturschutz nicht losgelöst vom Menschen steht, sondern mit der Entwicklung einer ganzen Region verknüpft wird", so der Regionalreferent der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH Marc Wartenpfuhl (...)

"Regionalentwicklung!" = "Energiedörfer"! = jede Menge "Natur"? (...) Wo?

Herr Wartenpfuhl scheint ein merkwürdiges Verständnis von Natur zu besitzen. Die Energieagentur ist nur darauf konzentriert "Energiegewinnregionen" aufzubauen. Die Frage, ob wir das haben wollen oder haben müssen, stellt sich weder ihm noch seinen "Chefs" im Bundesumweltministerium. (...) Was soll soetwas bedeuten? (...) Wer Natur haben will, soll gefälligst in den Nationalpark gehen? Basta!? (...)

Und weil der eigene Heckenschnitt als Brennstoff für die neue Heizzentrale nicht lange vorhalten wird, schneiden unsere Straßenmeistereien rechts und links der Straßen noch etwas großzügiger frei. (...)

Wer hat in Physik aufgepasst? (...) Energie kann man weder "gewinnen" noch "erzeugen", höchstens "umwandeln". Das Verwenden des Begriffs "Energiegewinnregion" ist eine politisch bewusst-stilisierte Schönschreibung für eine Regionalentwicklung, die zulasten des Naturschutzes Platz greifen soll.

"Fair is foul, and foul is fair" (William Shakespeare, Macbeth 1. Akt Szene 3) ist eine Verkehrung von "Gut und Böse". "Schlecht ist recht und recht ist schlecht" ist gleichzeitig das Leitmotiv eines Mannes, der nach politischer Macht strebt und dem dabei jedes Mittel recht ist - auch Mord. Macbeth und seine ebenso machtgierige Ehefrau verlieren dabei jeden sittlichen Anstand und jeden Bezug zur Realität. Dieses von Shakespeare verwendete Leitmotiv, bei dem sich Politik böswilliger Strategien bedient, knüpft thematisch an den Beziehungs- und Denkbegriff des naturphilosophischen Dualismus. (...) Wer echtem Naturschutz zur volksherrschaftlichen Krone verhelfen will, der wird diesem "Neusprech" nicht auf den Leim gehen. Weder Natur noch Volk wollen von Tyrannen regiert werden - am Allerwenigsten in einer Demokratie!

Wird sich nach der Landtagswahl hieran etwas ändern?

Wir durften am Samstag, den 05.03. unserer Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bei deren Wahlkampfbesuch in der Baumholderer Brühlhalle die Frage stellen, ob sie mit dem verabschiedeten Landesentwicklungsprogramm IV nicht die Gefahr für einen anhaltenden "Wildwuchs von Windrädern" befürchte. Dies hatte Dreyer kategorisch ausgeschlossen, ebenso wie der wiedergewählte Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Noss, der dies zustimmend verneinte und den Kopf schüttelte. Raum zur Interpretation verbleibt da wenig, denn "wir haben die Planungshoheit ja bereits auf die Ortsgemeinden übertragen", fügte Malu Dreyer ihrem Wahlversprechen hinzu.

Hierin könnte hoffentlich auch die liberale Erkenntnis liegen, dass es ein grünes Wirtschaftswachstum nicht gibt. (...)

Der Landesvorsitzende der FDP Dr. Volker Wissing und der stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU Christian Baldauf hatten bereits im vergangenen Jahr bei der öffentlichen Podiumsdiskussion im Saalbau zu Neustadt eine dringend notwendige Korrektur in Teilen des Landesentwicklungsprogramms gefordert.

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Aussagen der Parteien vor der Landtagswahl 2016 auf schriftliche Anfrage der IPP


ACHTUNG: KEIN verfrühter APRILSCHERZ!

Zum 1. April 2016 übernimmt das Aufsichtsratsmitglied der ABO Wind AG Prof. Dr. Uwe Leprich die Leitung der Abteilung Klimaschutz im Umweltbundesamt (Quelle: Website des Umwelt Bundesamts, UBA; Abruf am 16.03.16).

Der Windkraftlobby ist es erneut gelungen, in ein weiteres Beratungsgremium für die Politik einzuziehen!


Infotipp *** PODcast WDR Monitor vom 17.03.2016

tv Montag 14. März 2016 - 12:45 Uhr | | Artikel

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