Ermittlung der Höhe von Ersatzzahlungen nach dem Alzeyer-Modell (am Beispiel der Ortsgemeinde Dienstweiler, BIR)

Welchen Wert besitzt unser Landschaftsbild?

Bei der Festlegung von Ersatzzahlungen für Eingriffe in das Landschaftsbild (hier: durch Errichtung von Windenergieanlagen) kommt bislang das sog. "Alzeyer Modell" zur Anwendung.

Am Beispiel der Ortsgemeinde Dienstweiler (BIR) kann man die Berechnung nachvollziehen. Dort werden 2 WEA hinzugebaut. (...)
Es wird ein Belastungskreis errechnet, dessen Radius (1,8 km) größer ist, als der in RLP geltende Mindestabstand von der nächsten Wohnbebauung! (...)
Alles, was dort steht und höher als 20 Meter ist), wird mit eingerechnet und mindert somit die Höhe der Ersatzzahlung. (...)

Insgesamt gehen 9 Objekte in die Berechnung mit ein und mindern den Wert der Landschaft und somit die Höhe der Ersatzzahlung.

  • 4 vorhandene WEA von Dienstweiler
  • 3 vorhandene WEA von Hoppstädten
  • 10 vorhandene Freileitungsmasten werden als 2 WEA berechnet.

Bei diesem Projekt wurden ca. 76.200 Euro für die einmalige Ausgleichszahlung für jede der beiden WEA errechnet. Da die Betriebsdauer einer WEA von vornherein mit 20 Jahre angesetzt werden muss, weil dies der EEG-Förderungsdauer entspricht, so ergibt sich der Betrag i.H.v. 3.810 Euro/Jahr. (!) (...) Der Eingriff wirkt zeitlich fort und auch die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes bleibt für die Folgegenerationen weiter bestehen. "Industriegebiete" werden quasi von uns "nachhaltig" vererbt.


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ZDF heuteShow vom 16.05.2014 - "e-on: (...) Zahl einfach Deine Stromrechnung und halt die Fresse!"

Darüber hinaus wird nach einer dafür erstellten Berechnungsformel ein "Abschlag" für jede weitere Windkraftanlage gegenüber der ersten berücksichtigt, da eine bereits vorhandene Anlage die Qualität eines hierauf folgenden Eingriffs für das Landschaftsbild zusätzlich mindert.

Ein solcher Abschlag wird ab der 4. Anlage gewährt.

"(...) da eine vorhandene Anlage die Qualität des Eingriffs in das Landschaftsbild ganz erheblich mindert"

Wer bekommt eigentlich das Geld und was wird damit gemacht?

Die Ausgleichszahlungen gehen in einen Naturschutz-Fond oder -Stiftung und werden von Mainz verwaltet. Diese dürfen gemäß der naturschutzgesetzlichen Vorgaben nur zweckgebunden verwendet werden. D.h. sie können nur Naturschutzprojekten zugute kommen.

Damit sind sicherlich nicht unsere Windindustriegebiete gemeint, denn WIR haben die BELASTUNG, aber ANDERE den NUTZEN!

Vielleicht können Sie noch miterleben, wie man die ein oder andere "Geierlaybrücke als touristisches Highlight über die A62" baut oder, dass man Naturschutzprojekte im Nationalpark fördert. (...)

Fazit: Das Nahebergland wird "verhökert"!

Bevor Sie jetzt anfangen über die Wertentwicklung Ihres Grundstücks zu grübeln, lassen wir Sie mal "Kreise mit einem Belastungsdurchmesser von 3,6 Kilometer" auf der Landkarte ziehen. (...)


Bitte unterstützen Sie uns!

Bürgerpetition

Keine weiteren Windräder im Nahebergland
(in Zeichnung)

 

Ist die Landschaft erst ruiniert, baut es sich ganz ungeniert!

tv Dienstag 23. Februar 2016 - 12:28 Uhr | | Artikel