In Reichenbach hat man eine ''Rotmilanproblematik''!

Dort gab es 2015 so viele Flugbewegungen, dass die Windräder der Firma ENP aus Osnabrück nicht genehmigt werden konnten. Vielleicht fühlten sich die Ornithologen von Gutschker-Dongus aus Bad Kreuznach auch von anderen beobachtet, die dort eine Rotmilankartierung vorgenommen haben. Da konnte man nicht mogeln!

Ungeachtet der Tatsache, dass dort im August 2015 ein vergifteter Rotmilan gefunden wurde, spricht man in Reichenbach von einer ''Rotmilanproblematik''. Im März 2017 wurden 2 Bussarde gefunden, die mit demselben Gift vergiftet wurden.
Das scheint weder die Windkraftfirma ENP, noch die von ihr beauftragten Ornithologen von Gutschker-Dongus, zu beeindrucken. In der Hoffnung in diesem Jahr weniger Flugbewegungen dokumentieren zu müssen, finden gerade neue ''Beobachtungen'' statt. Ziel ist es bis 2018 mit 4 Anlagen ans Netz zu gehen.

Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln (...)

Nahe-Zeitung v. 09.06.2017 - ''Wieder zwei vergiftete Greifvögel'' / ENP Windpark Reichenbach GmbH und Co. KG spricht von ''Rotmilanproblematik''
Gemeinsame Pressemitteilung der Naturschutzinitiative e.V. und der POLLICHIA Verein für Naturforschung und Landespflege e.V. vom 07.06.2017
Aktueller Abdruck: ENP Windpark Reichenbach GmbH & Co. KG im Handelsregister Amtsgericht Osnabrück HRA 204236; abgerufen am 28.04.2015

Der Nahe-Durchbruch Historischer Schnellzug am 11.06.2017

Eröffnungsfeier des Nationalparks Hunsrück-Hochwald

Wir waren dabei und stellen fest...

ARTENVIELFALT wird im Nationalpark (von allen) großgeschrieben!

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dankte zur Eröffnung im Festzelt vor gut 800 Zuhörern auch ihrer Amtskollegin aus dem Saarland Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für die gute Zusammenarbeit. Sie stellte fest, dass es über Saarländer und Pfälzer ja viele gegenseitig erzählte Witze gäbe, dass wir aber "in Wahrheit gut und eng miteinander zusammenarbeiten" würden.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) berichtete u.a., dass sie den Saar-Hunsrück-Steig bereits bis Idar-Oberstein erwandert habe. Darüber hinaus stellte sie fest, dass "die Natur zwei Drittel der Deutschen umso besser gefällt, je wilder sie ist."

Auch in einem multireligiösen Gottesdienst wurde die besondere Verantwortung des Menschen zur Natur herausgestellt. Vertreter des jüdischen, muslimischen und christlichen Glaubens lesen aus ihren "heiligen Büchern". Mit den Worten "Wir stellen uns unter den Segen..." erbaten die Kirchenvertreter die Unterstützung für den Nationalpark auch von allerhöchster Stelle.

Der Frauenchor aus Vollmersbach und Hottenbach singt zur Eröffnung "Oh Happy Day" und das "Vaterunser auf Suaheli".

Landrat Dr. Matthias Schneider richtete seine Dankesworte auch an seinen Amtskollegen des Landkreises St. Wendel Udo Recktenwald (CDU).
Foto von links: Reinhold Jost (Minister für Umwelt und Verbraucherschutz Saarland, SPD), Ulrike Höfken (Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz, B'90/Die Grünen), Gily Alfreo (Moderator), Eveline Lemke (Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, B'90/Die Grünen), Dr. Matthias Schneider (Landrat des Landkreis Birkenfeld, CDU), Siegfried Schuch (1. Vorsitzender NABU Rheinland-Pfalz).

Für bunte Untermalung des Rahmenprogramms sorgte diese (aus Kindermund) "nette Blume" und Bäume auf Stelzen.

Spaß hatten Kinder vor allem beim Kinderschminken und wie hier auf der Rutsche am Hunsrückhaus.

Sicherlich hat der Hunsrück-Hochwald mit dem Nationalpark eine Chance auf eine Regionalentwicklung verdient! - Aber...

Auf der Rückfahrt zum Park&Ride nach Thalfang/Vorwald im Shuttle-Bus, der mit 6 Personen um 14:30 Uhr nur spärlich besetzt war, kommen unweigerlich Fragen auf:

Was passiert mit uns im Westrich? (...)

Findet Natur- und Artenschutz nach Ansicht der Politiker und der Naturschutzverbände ab jetzt eigentlich nur noch in Nationalparks statt? (...)

Müssen Rotmilan, Schwarzstorch, Bechsteinfledermaus, Wildkatze, Luchs, Wolf und Co. im Westrich und der Pfalz jetzt die "Koffer packen" und umziehen? (...)

Diese Westricher Wildkatze bedankt sich jetzt schon bei ihrer grünen Energieministerin Lemke für die neue Raumplanung im LEP IV.

"Oh Du schönes Rheinland-Pfalz"! 

Protestgrafik der "Initiative Pro Pfälzerwald" - Walter Stutterich (CreativeCommons-Lizenz)

Leserreaktionen vom 19. und 20.05.2015 zum Artikel "Grüne wollen noch 1000 Windräder" aus Nahe-Zeitung vom 16.05.2015 (Rhein-Zeitung online)

Der Staatsvertrag zum Nationalpark Hunsrück-Hochwald wird den Landesregierungen von Saarland und Rheinland-Pfalz für die "Zerstörung von Naturlandschaften an anderer Stelle als Legitimationspapier" dienen, die sich mit dem Bau weiterer Windräder "wie ein Krake von Hügel zu Hügel frisst"! 

Wer

  • Tieren den Lebensraum nur noch in Parks und Zoos zugesteht,
  • Menschen die Heimat und unserer
  • Naturregion das touristische Potential raubt,

der wird mit Sicherheit an der Landtagswahl im März 2016 seine Stimme den "Grünen" geben!

tv Sonntag 24. Mai 2015 - 08:33 Uhr | | Artikel